Perfetti

 

"Wie und wohin bewegt sich die Hand?..."

 

Ein Therapiekonzept das v.a. in der Neurologie, aber auch in der Orthopädie und der Handchirurgie Anwendung findet. Eine zentrale Aussage ist, dass nicht einzelne Elemente des Menschen behandelt werden, wie z.B. einzelne Muskeln oder Reflexe, sondern dass der Mensch immer als Ganzes betrachtet werden muss, dessen System durch eine Läsion desorganisiert ist.

 

Zur Regeneration der Motorik werden dem Patienten nicht einzelne Bewegungen gelernt, sondern die Regeln, wie es zu einer normalen/gesunden Bewegung kommt.

 

Bewegungen beginnen nicht mit der Muskelanspannung, sondern mit der Bewegungsplanung im Kopf. Diese wiederum basiert auf der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen. Daher beginnt nach Perfetti die Anbahnung von Bewegung nicht mit der Bewegung selber, sondern mit der Wahrnehmung von Bewegung. 

 

Die Übungen lassen sich grob in 3 Grade einteilen:

 

Übungen 1. Grades:

Ein Gliedmaß (z.B. ein Finger) des Patienten wird vollständig vom Therapeuten geführt, d.h. es erfolgt keinerlei Muskelkontraktion. Der Patient soll ohne Augenkontrolle Tast- und Bewegungsinformationen aufnehmen. "Erkennen heißt die Übung". Gleichzeitig soll der Patient lernen, unnormale Reaktionen zu verhindern.

 

Übungen 2. Grades:

Nun darf der Patient (weiterhin mit geschlossenen Augen) bei der Informationssuche bei einem bestimmten Teil der Bewegung mithelfen, aber nur soviel, dass es zu keiner abnorman Reaktion kommt. In dieser Behandlungsphase wird die dynamische Komponente einer Bewegung neu programmiert und organisiert.

 

Übungen 3. Grades:

Der Patient führt die Bewegung nun vollständig alleine, lediglich mit verbaler Führung, später auch mit Augenkontrolle aus.

 

Die Übergänge zwischen den Übungen sind fließend. Nach und nach werden mehr Segmente des Körpers integriert. Das heißt zuerst wird nur ein Gelenk beansprucht (z.B. Fingergrundgelenk) und später die gesamte Gliederkette (z.B. des gesamten Arms) aktiviert, so dass der Patient die Stellung und die Bewegung mehrerer Gelenke gleichzeitig kontrollieren muss. Auch Neuropsychologische Aspekte, wie räumliche Orientierung, Wahrnehmung der gelähmten Körperhälfte, Konzentration und Ausdauer werden trainiert. 

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Dagmar Trampusch

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